Köln für Imis: Ein Leitfaden durch die seltsamste Stadt der Welt. Version 4.0
- Preis: EUR 12,80
- Autor: Falko Rademacher
- Einband: Taschenbuch
- Seitenzahl: 238
- Verlag: Emons
- Leserbewertung:
Leserbewertungen:
Misslungener Versuch eines humorvollen Stadtführers
Schade, das Thema läd dazu ein sich über die eigenartige Lebensweise der Kölner vorzüglich lustig zu machen und trotzdem Hintergrund wissen zu vermitteln.
Nach eignen Angaben lebt der Autor in Köln. Das muss entweder in einem anderen Köln sein oder er lebt komplett unintegriert nebenher (Was in Köln eine wahre Kunst ist. Es scheint als wäre das beschriebene Verhältnis zwischen Kölnern und Imis aus einem persönlichen Frust raus geboren worden.
Das Geld für dieses Büchlein spart man sich lieber und geht in ein Brauhaus. So erfährt man in kürzester Zeit einiges mehr und ist nachher in der Lage sich wirklich über die Kölner lustig zu machen.Präzise recherchiert - Vorsicht Ironie!
Die "Reloaded Editon" von "Köln für Imis" bietet noch mehr Köln, noch bessere Spezialeffekte und noch mehr Action! Der Leser erfährt noch mehr über den sonderbaren Oberbürgermeister, den unglaublichen 1. FC Köln, die neuesten Klüngel-Skandale und so weiter. Man lacht, man weint, man gruselt sich - wie viele Bücher können so viel bieten?
Zu manchen Kritikern: Teilweise muss man den Eindruck haben, dass Ironie eine Wissenschaft ist, die sich nicht jedem erschließt. Dass "Krumme Seite" sehr wohl die korrekte Übersetzung von "Schäl sick" ist, Karneval sehr zu Recht als "Vierte Jahreszeit" bezeichnet wird, das Wort "Pissbar" genau wie die anderen Kölschwörter eben viel Raum für Interpretation lässt, dass Köln keine richtige Fußgängerzone hat - manche erkennen eben keinen Witz, wenn hinterher kein Tusch kommt. Das mit der grünen Parteipropaganda stimmt allerdings, denn wie steht es in der neuen Ausgabe: Jeder der nicht Auto fährt, ist sowieso ein Öko-Terrorist!
Das Buch ist übrigens sehr wohl für Neuankömmlinge geeignet, sogar besonders für die! Vorkenntnisse sind nicht nötig, im Gegenteil: Das Buch enthält die Vorkenntnisse, die man braucht, um über Köln wirklich Bescheid zu wissen. Der Nutzwert des Buchs ist extrem hoch, denn es ist voller sauber recherchierter Details und beweist fundierte Kenntnisse über die Stadt Köln. Kenntnisse, von denen viele Kölner halt nichts hören wollen - aber wahr sind sie dennoch. Und wenn sie es mal nicht sind, sind sie eben ein Spaß. "Köln für Imis" ist ein satirisches Sachbuch - mit dem besten aus beidem.Köln für Kölnhasser wäre angemessener
In diesem Buch stimmt fast garnichts.
Weder Kapitel wie "Basiswissen" noch "Lebenshilfe", geschweige denn andere Kapitel haben einen nützlichen Nährwert, noch sind sie interessant.
Wenn es doch wenigstens witzig wäre, aber Herr Radermacher quält den Leser durch das Buch. Angeblich nennt der Imi - ich bin seit 10 Jahren selber einer - Kneipen die kein anderes Bier als Kölsch führen "Pissbar". Dieses Wort entnahm ich erstmals in diesem Buch.
Überhaupt werden nur unwichtige kölsche Wörter übersetzt.Leider werden die zarten Ansätze von Humor durch das schludrige Geschreibe und die pöblige Art kaputt gemacht.
Schade, aus dem Thema hätte man was machen können, nicht aber der selbstherrliche Radermacher
genau getroffen!
diese satire wird von kölnern leider nicht verstanden -
aber für die wurde dieses buch ja auch nicht geschrieben! : )
besonders die erste hälfte des buches hat mir gefallen,
obwohl es ja eigentlich einen traurigen hintergrund hat...Achtung: Satire!
Dieses Buch ist keineswegs ein Buch für Neuankömmlinge in Köln, die wissen wollen wo man schön wohnen kann und wo das Einwohnermeldeamt ist.
Nein, der Autor ist nämlich selber "Imi" (= nicht in Köln aufgewachsen) und erzählt von seiner Hassliebe zu dieser nicht ganz gewöhnlichen regionalen Weltstadt.
Deshalb sollte man schon ein paar Monate in Köln wohnen, ehe man sich das Buch antut. Sonst versteht man die massenhaften Anspielungen nicht und die Sache macht nur halb so viel Spaß. Wie bei einer Satire üblich kann man nämlich nur dann lachen, wenn man das Objekt der Persiflage halbwegs kennt. Und hier wird wirklich jedes kölsche Klischee gnadenlos ausgewalzt: der Klüngel, die etwas missglückte Städtebauplanung seit dem Krieg, das hochentwickelte Selbstwertgefühl der Einheimischen etc. etc.
Dabei muss man sagen, dass Herr Rademacher die Sachverhalte - einer Satire entsprechend - nach Herzenslust übertrieben darstellt. Hinter den meisten Sachen steckt ein wahrer Kern, nur sollte man die Geschichten nie für bare Münze nehmen - gerade als frisch Zugezogener nicht.
Fazit: "Nutzwert" hat das Buch fast keinen, der Unterhaltungswert ist dagegen sehr hoch.
